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Donnerstag, 18. Dezember 2008

081218 - finito totale

Jetzt gibt's doch noch einen Eintrag von unterwegs: Ich sitze gerade noch an Holger's PC, kurz vor der Abfahrt Richtung Flughafen.
Gestern war die Fahrt zum Flughafen in HCMC noch etwas chaotisch, da das beim Sinh Cafe bestellte Taxi nicht angekommen ist. Nachfrage im Sinh Cafe: kein Problem, nehmen wir halt ein Taxi von der Strasse ... funktioniert halt wieder mal alles, wenn auch nicht wie geplant. Aber das war ja (fast) immer so, auf der Reise.
Nach einer etwas hektischen Fahrt zum (neuen) Flughafen reihten wir uns dann in die Schlange vor den Air Asia Counters ein: langsam, noch langsamer, eigentlich geht's nicht mehr langsamer. Grund: dei daemliche Gepaeckbeschraenkung auf 15 kg. Und die Einhaltung der Regelung: Umpacken ins Handgepaeck. Ob man dann mit mehreren grossen Tueten (wie eine Dame rechts vor uns) zusaetzlich zu den beiden kleineren Reisetaschen ins Flugzeug steigt - das interessiert keinen. Erwin muss noch einige Reisefuehrer und ein Paar Schuhe umpacken, aber das geht recht schnell.
Dann Security Check und Immigration. Wo ist die Einreisebestaetigung? Haben ja keine bekommen, aber einen Einreisestempel. Das reicht nicht - eine Einreisebestaetigung muss her. Also alles wieder retour, zum Air Asia Counter, das Formular geholt, ausgefuellt (sowohl fuer Ein- wie auch fuer Ausreise), wieder Security, wieder Immigration. Jetzt ist alles OK. Voellig absurd, denn in Hanoi hatten sie uns die Bestaetigung gar nicht abgenommen... Einfach Schikane, wegen Unterbeschaeftigung. Denn, obwohl der Flughafen gross, modern und ganz schoen ist - viel Verkehr gibt's nicht.
Dann wollen wir noch einen Espresso trinken - bei den Preisen vergeht uns aber der Appetit (5 $) und wir fliegne ohne Koffein nach Bangkok.
Holger und AEW holen uns vom Flughafen ab - und es geht direkt zum bekannten American Ribs (vielleicht hat Holger da schon Anteile dran erworben - immerhin waren wir ja schon mehrfach da...). Wir haben noch einen netten Abend, nur etwas getruebt durch den Krach eines adhoc Freiluftkinos auf der Strasse. Aber - aehnlichen Laerm kennen wir ja schon aus Laos oder wo auch immer.
Heute morgen wird dann nochmals serioes gepackt. Holger holt ein gutes Fruestueck von 'bei Otto' und ...
... jetzt geht's los Richtung Heimat.
Muenchen - wir sind im Anflug!

Mittwoch, 17. Dezember 2008

081217 - finito und bye bye vietnam

Das wird wohl der letzte Eintrag von der Reise werden: Wir sind gerade noch in HCMC - Saigon, warten auf das Taxi zum Airport und dann geht's zu Holger nach Bangkok. Nach Uebernachtung dann weiter nach Muenchen, in die kalte Heimat.
Bye, bye Hitze...
Was auch auf die letzte Nacht noch zutrifft. Das Zimmer war - wieder - laut und heiss. Erwin ertraegt die Klimaanlagen nicht und deshalb haben wir immer gut Waerme im Zimmer. Und die uebliche Lautstaerke in diesem Hotel - wie gehabt, aber diesmal mit Oropax abgeschirmt. Bis 02:00, dann habe ich gehofft, dass der Laerm abgeebbt waere. Gefehlt - siehe gestern. War wieder interessant. Nach einem fulminanten Finale war dann aber der Laerm zu Ende, bis der von der Strasse begann.
Morgens wollten wir uns etwas beeilen, denn Check Out ist um 12:00 und davor wollten wir noch das Kriegsmuseum besuchen. Wieder mal ein besonders 'interessanter' Ort fuer mich als Pazifisten. Bekannte Ausstellungsstuecke - wie die Bilder von Massakern - und etwas Geschichte des Vietnam-Kriegs werden sehr eindrucksvoll dargestellt. Fuer mich etwas zu beeindruckend. Auch die Nachbildung von Tiger Cages darf nicht fehlen - wohl die Ausgangsform fuer die entsprechenden Dinger in Phnom Penh - kein grosser Unterschied in Grausamkeit festzustellen.
Mittags gab's - das musste natuerlich noch sein - die letzte Nudelsuppe am Markt und danach noch einen Abschiedsespresso bei Highlands Coffee. Jetzt sind wir auch unsere letzten Dongs losgeworden. Es wird wieder ge-Baht ... Thailand - wir kommen.

Sonntag, 14. Dezember 2008

081214 - durchs delta...

... sind wir heute geduest. Mit wirklich grosser Geschwindigkeit.
Davor aber haben wir noch den Vormittag in Can Tho herumgebracht - Erwin nach der SUche fuer ein Mitbringsel fuer Luna und ich mit dem Versuch einer finalen Bestaetigung unserer Unterkunftsbuchung in HCMC. Beides erfolgreich, wenngleich meines ein bisschen kompliziert wurde, da mehrere Hotels - wie ueblich - so gut wie gleich heissen, in der gleichen Strasse liegen und dann noch unterschiedliche mails von der Buchungscompany kamen. Schliesslich sollte ich dann noch den Voucher ausdrucken - geht im Hotel an der Rezeption, aber nur dann, wenn auch der Rechner funktioniert. Lange Wartezeit, kein Ergebnis.
So bin ich dann noch durch den Markt geschlendert - als haette ich auf der Reise noch keinen gesehen - aber jeder davon ist wieder individuell und liefert neues Fotomaterial.
Dann ging's per Motos zum Ablegeplatz unseres High Speed Boats. Da lagen zwar schon zwei rum, aber das groesste und das nach HCMC sollte noch kommen. Ausserdem ist es offenbar das neueste. Und wir hatten die Plaetze in der 'front row'. Eigentlich war uns nicht so ganz klar, was uns da erwarten wuerde - aber wir wurden in allen Belangen positiv ueberrascht.
Das Boot ist zwar rasend schnell - offenbar auf eine Dauergeschwindigkeit von ca. 60 km/h ausgelegt - aber trotzdem fuer diese Geschwindigkeit unglaublich ruhig. Und liegt dazu natuerlich auch ruhig auf dem Wasser, sofern nicht irgendwelche Wellen oder das ueberall praesente gruene Pflanzenmaterial das Fortkommen behindert. Im Gegensatz zu gestern musste bei solchen Gelegenheiten angehalten und kurz zurueck gefahren werden, damit der Unrat sich aus dem Antrieb loest. Eine Prozedur, die einige Male durchgefuehrt werden musste.
Der Weg durch die Kanaele und Arme des Mekong ist viel gestaltig - mal erscheint der Mekong wie ein Meer und nur entfernt sind Ufer zu erkennen, dann geht es wieder durch einen Kanal, wo auch mal jede Menge Gegenverkehr das Fortkommen behindern koennte. Aber nicht tut, denn der Bootsfuehrer findet auch dort Luecken. Was uns anfangs schon etwas ungeheuerlich vorkommt. Aber das Boot ist enorm wendig und laesst sich bei der Geschwindigkeit gut steuern.
Wir kommen an kleinen Orten vorbei, an groesseren Staedten - in My Tho wird ebenfalls eine Bruecke gebaut; etwa gleiches Stadium wie die in Can Tho - fahren durch palmengesaeumte Kanaele - ein komplettes Sammelsurium an moeglichen Umgebungen tut sich auf der Reise auf.
Kurz vor Saigon - es scheint, dass der alte Name wieder dominant wird - aendert sich dann das Ufer: wir fahren in einen Seehafen und halten schliesslich an einer Pier.
Per Moto geht es dann zu unserem Hotel - dem Spring House (nicht zu verwechseln mit Spring) Hotel. Wo wir ein kleines Problem darstellen, denn unser eigentlich geplanter Twin Room ist nicht verfuegbar (das wissen wir schon aus dem Voucher), der alternative Double Room fuer eine Nacht aber auch nicht. Bleibt entweder fuer diese Nacht ein Upgrade auf Superior (zu teuer) oder der Einzug ins niedrigste Zimmer der ganzen Reise. Aber immerhin gibt's zwei Betten, es ist sauber, das Bad OK und es kostet 'nur" 10$. Fuer eine Nacht ganz in Ordnung.
HCMC ist - so moechte ich es charakterisieren - eigentlich die erste Stadt, die wir seit Bangkok sehen: es gibt Hochhaeuser, jede Menge Reklame, noch mehr Verkehr (chaotisch, aber das braucht ja nicht betont zu werden). Wir sind in einem Backpacker-Viertel gelandet, in dem jedes zweite Haus ein Reisebuero ist, ein Restaurant, ein Cafe (manchmal mit etwas fragwuerdiger Gestaltung) und in dem offenbar die Langnasen dominieren. Voellig neue Erfahrung...
In einem kleinen Lokal mit lokaler vietnamesicher Cuisine essen wir zu abend - sehr klein auch die Portionen. Danach buchen wir fuer morgen die Tour zu Cu Chi - den Hoehlen, die die Amerikaner im Vietnam-Krieg nicht stuermen konnten.
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PS - leider gibt's von heute keine Fotos. Mein Leser verträgt seit vorgestern keine SD-HC Karte mehr......